Richtlinien der Fachbetriebe für Naturnahes Grün

Naturgarten e.V. und Bioland e.V. haben im Zuge ihrer Kooperation neue, gemeinsame Richtlinien entwickelt, die ab August 2009 für alle Fachbetriebe für Naturnahes Grün - empfohlen von Bioland verbindlich sind. Ein strenges Zertifizierungsverfahren (durchgeführt durch abcert), das aus regelmäßigen Kontrollen und Fachbetriebsprüfungen besteht, sichert die Einhaltung der Richtlinien.

Mein Landschaftsarchitekturbüro "Naturgarten – Potsdam" arbeitet als Fachbetrieb für Naturnahes Grün im Bereich Naturnahe Planung" nach diesen Richtlinien und darf die Marke - empfohlen von Bioland tragen.

Ich biete Ihnen an, Ihre Natur-Gartenplanung als zertifiziertes Projekt "Naturgarten - empfohlen von Bioland" von der unabhängigen Prüfstelle abcert prüfen zu lassen.

Sie besitzen dann einen Naturgarten, der als "Naturgarten - empfohlen von Bioland", gekennzeichnet werden darf.

Die Gesamtunterlagen für den Fachbetrieb für Naturnahes Grün bestehen aus drei Teilen und können bei der Bundesgeschäftsstelle Naturgarten e.V. angefordert werden.

Wesentliche "Muss"-Kriterien der gemeinsamen Richtlinien:

  • Verwendung mindestens 60% biologisch-einheimischer Wildpflanzen

  • Keine Verwendung konventionell-nicht einheimischer Pflanzen

  • Keine Verwendung von problematischen, invasiven Pflanzenarten (aktuelle Liste BfN)

  • Keine Verwendung von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzgut

  • Keine Verwendung von Saatgut oder Pflanzen, die durch Kombinations-, Heterosis-, Hybrid-, Mutationszüchtung oder mit Hilfe der Gentechnik gezüchtet wurden.

  • Verwendung von Pflanzenbehandlungsmitteln, Düngern und Bodenverbesserungsmitteln entsprechend den aktuellen Bioland-Positivlisten

  • Verwendung von Natursteinen aus Mitteleuropa - keine Steine aus Ãœbersee

  • Verwendung von mitteleuropäischen Holzarten (z.B. Lärche, Eiche, Buche, Robinie, Douglasie, Edelkastanie) - keine Verwendung von Tropenhölzern

  • Verzicht auf Holschutzmittel mit biozider Wirkung. Kein Kesseldruckimprägniertes Holz.

  • Keine Verwendung von PVC-haltigen Neumaterialien
    (Ausnahme: sie sind erlaubt, wenn keine umweltfreundlichen Baumaterialien auf dem Markt verfügbar sind)

  • Erfüllung der fachlichen Qualifikation (Nachweise Fortbildungen)

Einhaltung der Naturschutzgesetze und des Washingtoner Artenschutzabkommens